| |
| Autor |
Nachricht |
Silbion
Auserwählter


Alter: 37
Anmeldungsdatum: 16.03.2008
Beiträge: 2531
Wohnort: Wien

|
|
Silbion kehrte in sein Haus zurück. Er hatte die letzte Zeit in Agamaur verbracht und wollte nun einige Zeit alleine verbringen. Alles in allem war er sehr zufrieden, Perline und er hatten unter Mithilfe anderer Mitglieder von Sonnenwind und auch einer Elbenkundigen namens Sandrin einiges für diesen düsteren, verfluchten Ort tun können. Seine Verletzungen schienen wirklich gut verheilt zu sein, denn seine Schulter schmerzte kaum nach den Strapazen der letzten Tage.
Auch Yaerdis hatten sie dort getroffen und sie hatte sie auch einige Zeit begleitet. Er hatte sich gefreut, sie dort so unerwartet anzutreffen und es hatte auch den Anschein gehabt, dass diese Freude auf Gegenseitigkeit beruhte. Kurz hatte sie ihn umarmt, als sie sich trafen. Er lächelte bei den Gedanken daran. Unsicher war er dorthin gereist, unsicher, ob er schon genug Kraft hatte für neue Kämpfe und doch auch noch immer in Trauer um die toten Elben und das ermordete Elbenkind. Wie weggeblasen waren Unsicherheit und Trauer in der Gegenwart von Yaerdis.
Ihm war klargeworden, dass die Trauer dem ungelebten Leben der Toten galt und es hätte keinen Sinn, wenn man nun quasi ebenfalls durch übermässige Trauer am Leben gehindert würde.
Aber ach, auch wenn Yaerdis Gegenwart ausreichte, dass er sich wohl und hoffnungsvoll fühlte, so schien es umgekehrt nicht der Fall zu sein. Nach einiger Zeit, sie hatten einige Aufgaben erfüllt wurde Yaerdis wieder von tiefer Trauer ergriffen und sie wollte nach Imladris aufbrechen, da anscheinend nur dieser Ort ihre Trauer mindern konnte. Er wollte eigentlich mitkommen, aber sie wollte alleine reisen und er hatte ja auch Perline versprochen ihr zu helfen. Die Hobbitdame konnte ihn ja dann auch beruhigen, indem sie ihm versicherte, dass man Yaerdis sicher in Imladris helfen könne. Er war beruhigt und es war auch absolut klar, dass Yaerdis den Weg dorthin unbschadet zurücklegen würde, hatte er sich doch gerade eben von ihren Kampfkünsten überzeugen können.
Doch nun nach einigen Tagen waren die Sorgen wieder da, aber auch der Wunsch Yaerdis zu helfen. Er hatte zwar überhaupt keine Ahnung wie, aber er wollte sie ohne Trauer sehen. Elben konnten vor Trauer sterben, dass wusste er aus den Erzählungen seines Onkels und Leondar und andere hatten ihm auch erzählt, dass die Verletzungen von denen sie sich gerade kuriert hatte aus Kämpfen stammten, die man normalerweise umging. Es war sehr leichtsinnig einem Troll alleine gegenüberzutreten, aber genau das schien sie getan zu haben. Wenn man nun durch die Trollhöhen nach Imladris reiste, könnte man sich in so einen Kampf verwickelt lassen. Grausige Bilder tauchten vor Silbions Augen auf - nein, an solche Dinge sollte er lieber nicht denken, sonst würde er noch krank vor Sorge.
Es war sinnlos hier herumzusitzen und darüber nachzudenken, er würde einfach nach Bruchtal reisen, um zu sehen, ob es Yaerdis gut ging. Auf der anderen Seite, wollte er auf gar keinen Fall aufdringlich oder lästig erscheinen und sich so ihren Ärger zuziehen. Vielleicht gab es ja jemanden im Bruchtal, dem Yaerdis zugetan war und dann war es natürlich ganz klar, dass sie sich dort wohlfühlte. Da wollte er auf gar keinen Fall hineinplatzen. Bei diesem Gedanken gab es einen kleinen Stich in seinem Herzen. Was war denn das?- Eifersucht? Hatte Leondar vielleicht doch recht gehabt mit seiner Vermutung?
Egal, Silbion schob diesen Gedanken beiseite, wichtig war es jetzt nur, dass es Yaerdis besser ging und das möglichst schnell. Ein seltsamer Gedanke, aber seit er gesehen hatte, wie schnell auch das Leben eines Elben zu Ende sein konnte, dachte er, dass die Menschen vielleicht gar nicht so unrecht hatten mit ihrem Wunsch möglichst schnell ihre Ziele zu ereichen. Jeder Tag an dem Yaerdis unglücklich war, war ein verlorener Tag. Er hatte zwar noch immer keine Ahnung wie er ihr helfen konnte, aber zumindestens kannte er einen Teil der Wurzel ihres Problems. Sie hatte einmal mit ihm über ihre Vergangenheit gesprochen, genau dort unter dem Baum war es gewesen. Ein Schwächeanfall von ihr hatte dem Gespräch ein jähes Ende bereitet. Vielleicht braucht sie einfach nur jemanden der ihr zuhört. Oh, er wäre so glücklich gewesen, wenn er der richtige Zuhörer für sie wäre.
Mit diesem Gedanken machte er sich auf den Weg nach Bruchtal. Es war eine lange Reise und seine Müdigkeit nahm noch zu, aber trotzdem gönnte er sich nur kurze Rastpausen und dann endlich kam er in Imladris an. Auch hier gab es zunächst keine Ruhe für ihn. Sofort machte er sich auf die Suche nach Yaerdis. Da sie lieber unter dem freiem Himmel war, streifte er durch die schöne Landschaft Bruchtals, seine Augen suchten nach ihr.....
|
|
|
|
_________________ Wenn immer der Klügere nachgibt, wird die Welt bald von Dummen regiert werden!
|
|
 |
    |
 |
Yaerdis
Legende

Alter: 34
Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 3049
Wohnort: Winnweiler

|
|
Doch in ganz Imladris war Yaerdis nicht zu entdecken. Sie hatte hier nicht viele Freunde, doch ein paar Bekannte. Je nachdem, wen Silbion nach der jungen Elbe aus dem Osten fragte, würde er wohl einige Antworten bekommen.
"Sie hatte wieder einmal keine Zeit, um ihre Buchstaben zu üben," würde Elrond zum Beispiel zum Besten geben, "dabei kann sie ihre eigenen Cirth schon mehr schlecht als recht, und erst die Tengwar.... tz!"
"Sie hat Felle erstanden, Lembas und ein paar warme, gefütterte Handschuhe," wusste die Händlerin in der Halle des Feuers mitzuteilen, "und sie suchte einen pelzgefütterten Mantel und fragte nach Schafswolle. Sicherlich ist sie in den kalten Norden gereist, Forochel nennen sie das alte Königsland ja jetzt."
"Sie macht mir Sorgen," würde Aragorn gestanden haben, wenn man sich zu der Schar der Boten und Diener in der Eingangshalle gesellte, die Aragorn mit tausend Aufträgen und Nachrichten hin- und hersandte, "Sie kommt stets für einige Tage her, um zu ruhen. Nur das nötigste an Schlaf und Essen, um nicht zusammen zu brechen, und dann zieht es sie wieder fort. Ich möchte wissen, was sie derartig umtreibt - wie einen unseligen Geist, der keine Ruhe im Grab zu finden vermag. Ich habe ihr schon oft gesagt, daß sie sich nicht über die Grenzen ihres Körpers hinaus anstrengen soll, aber sie hört nicht auf mich."
Legolas würde lächeln und antworten: "Ihr sucht nach der schnellen Yaerdis Sturmfuß? Dann wünsche ich Euch viel Glück und ihren guten Willen dazu - denn wenn sie nicht gefunden werden will, dann wird sie das auch sicherlich nicht. Es scheint, nichts kann sie halten."
Wenn man so vermessen wäre, sich Glorfindel zu nähern, der mit scheinbar endloser Geduld auf seinem Hügel stand und die Wasserfälle von Bruchtal betrachtete, als könne er darin all jene Gesichter entdecken, die ihn schon verlassen hatten, dann würde er seine leise, durchdringende Stimme erheben und sagen: "Hm. Diese Elbe erinnert mich an Feanor; bei ihm war es ganz ähnlich, aber natürlich noch viel stärker. Sein Geist brannte heiß wie eine Flamme, und sein Körper war zu klein, viel zu klein und schwach dafür...er verzehrte ihn regelrecht..."
Einzig Boromir, der auf der Anhöhe zum Pass des Nebelgebirges seine unruhige Patroullie drehte - mehr getrieben durch Langeweile denn durch sonst irgendetwas, würde wohl mit der Hand winken, als verscheuche er ein lästiges Insekt und brummeln, dass er diese komische Elbe mit der Stubsnase davongescheucht habe, weil sie sich "Arglistigen Beobachtens" oder etwas in dieser Richtung schuldig gemacht habe.
Yaerdis indes saß in einem doppelt genähten Lederzelt mit überkreuzten Beinen und hielt Shejians Hand, während er schlief. Eine mit Walfett gefüllte Sturmlaterne, die einzige, übelriechende Beleuchtung in dem engen Raum, schaukelte in dem eisigen Wind hin und her, der ab und zu durch den Windfang toste und es in dem Zelt nur wenig wärmer als in der eisigen Umgebung werden ließ. Das flackernde Licht malte unruhige Schatten mal unter Shejians Augen, mal über seinen Mund und sein Kinn, die die junge Elbe betrachtete, bis sie meinte, er trage eine Maske aus tanzenden Schatten.
Ich liebe Dich, hatte er gesagt, und geküsst hatte er sie auch. Es war ein wundervolles Gefühl gewesen, seine Lippen auf den ihren, sein Gesicht so nah...
Sie kannte das leichte Lächeln, das jetzt im Schlaf auf seinen Zügen lag, gut. Offensichtlich war er glücklich. Yaerdis überlegte, ob sie es auch war. Er hatte sie nicht losgelassen, nicht davon laufen lassen. Er hatte ihr angedroht, für immer zu verschwinden und Sonnenwind zu verlassen, niemals wieder in ihre Nähe zu kommen, wenn sie seinen Liebesschwur nicht ebenso erwiederte. Also hatte sie geantwortet.
Shejians geduldiges, verständnisvolles Werben hatte keine andere Antwort zugelassen. Er war der einzige, der zumindest versuchte, sie zu verstehen. Der ihr half, auch wenn sie ihm dafür weh tat. Der einzige, der ihre Nähe ertrug.
Aber er war ein Mensch. Er schnarchte, er schwitzte. In dem eisigen Wind waren seine Hände kalt, seine Haare hingen strähnig in dem kleinen Lederband, mit dem er seinen kleinen Pferdeschwanz im Nacken zusammenhielt.
Sie wollte wieder geküsst werden. Aber wollte sie das von ihm? War es nicht vermessen, so zu denken? Er war der einzige, der sich überhaupt für sie interessierte. Der einzige, der je von sich aus ihre Nähe gesucht hatte, der sie von sich aus umarmt hatte, der einzige, der sie jemals zu küssen versucht hatte.
Oh, er hatte Yaerdis versprechen lassen, nicht mehr davon zu laufen. Aber im Moment wollte sie nichts lieber als das, der Enge des Zeltes entfliehen, dem tranigen Geruch des brennenden Öls, hinaus in die Eisöde und mit den Wölfen heulen und weinen. Shejians Hand hielt sie fest, mit der Schwere und dem Vertrauen eines tief Schlafenden. Es wäre ein leichtes, sich los zu machen, aber es würde heissen, sein Vertrauen zu missbrauchen. Und wäre sie erst einmal draussen im schneidenden Wind, würe sie nichts mehr davon abhalten, ihr Versprechen zu brechen, gar nichts mehr.
Du hast nur Angst wisperte eine hämische Stimme in ihrem Innern, Angst davor, was noch kommt. Was er noch tun könnte...Angst davor, daß er recht hat. Die hast Du immer noch, und darum wirst Du keine Freude daran haben, bei ihm zu bleiben. Er hat Dich gezähmt, wie die Menschen ein Pferd zähmen - gelockt mit regelmässigem Essen und guter Fellpflege, und als du nahe genug warst, hat er Dir ein Halfter angelegt. Jetzt wartet er, bis Dein Wille bricht, Deine Geduld erschöpft ist, und Du zulässt, daß sie dir auch einen Sattel anlegen. Bis Du Dich endgültig in seine Hände begibst. Bis Du von seinen Küssen so abhängig bist, daß es nichts anderes mehr gibt für Dich....
Und eine andere Stimme fragte : Und dann? Er ist ein Mensch und wird bald sterben. Eine Dekade... zwei, drei... vielleicht Morgen. Was dann? Wirst Du weiterleben können ohne ihn? Noch kannst Du gehen. Noch kannst Du frei sein und deinen eigenen Willen haben, aber wenn er Dir erst einmal so nahe gekommen ist... wenn Du ihm erst einmal so viel von Dir gezeigt hast, daß er weiss, wo er zupacken muss... Willst Du das wirklich? Die Schiffe werden ohne Dich fahren...ohne Dich... du wirst zurückbleiben und allein sein, auf ewig allein....
Yaerdis schüttelte stumm den Kopf und kämpfte weiter - schweigend, um Shejian nicht zu wecken - gegen die Tränen an. Der Drang, fort zu laufen, war so groß, daß sie meinte, bald platzen zu müssen wie ein Kessel, der zu viel Hitze bekommt.
Aber ich will noch einmal geküsst werden.... nur einmal noch...Ich will doch nur geliebt werden...
Verdammte, verräterische Stimmen! Nicht einmal Yaerdis' innere Stimme war sich einig; wie alles, was Yaerdis kannte, war sie von Zweifel zerfressen. Und fortlaufen durfte sie nicht. Sie hatte es versprochen.
|
|
|
|
|
|
 |
       |
 |
Schimmi Falkenblut
Moderator


Alter: 35
Anmeldungsdatum: 05.11.2007
Beiträge: 334
Wohnort: Euskirchen bei Köln

|
|
... Shejian schläft währenddessen ganz ruhig. Sein Atem geht gleichmäßig. Er träumt, träumt von den Ereignissen der letzten Tage. Den anstrengenden Kämpfen und Märschen hier in Forochel. Aber auch von den Ereignissen in Angmar. Es ist erst ein paar Tage her, dass er - wieder mal- Yaerdis seine Liebe gestanden hat. Er wusste dass sie genauso empfinde. Indirekt hatte sie es auch in den Gesprächen zugegeben. Aber an diesem Tag, da wollte Shejian alles auf eine Karte setzen. Er war sich bewusst, dass er alles verlieren konnte. Er konnte aber auch einiges gewinnen. Er war sich sicher, dass Yaerdis für ihn das gleiche empfinde. Er wusste aber auch, dass die Elbin Angst hatte. Angst vor ihren Gefühlen, Angst vor den Reaktionen der anderen, Angst vor der Zukunft, Angst vor dem Ungewissen. Auch Shejian hatte diese Angst... und hat sie noch. Aber er schwor Yaerdis.. und sagte dies auch Tulucam, dass er Yaerdis nie dazu zwingen wollte "Ihre Seele zu verkaufen". Wenn eines Tages der Tag kommen sollte, andem sie in den Westen segelt... dann kommt er halt. Sicher würde es schwer werden, verdammt schwer für beide. Aber er hatte es versprochen. Und das würde er halten. Shejian war wichtig, jetzt eine schöne Zeit mit Yaerdis zu verbringen... Mit Ihr zusammen, als Liebespaar. .. Ihr die Welt zeigen. Immer wieder Dinge zu erklären, die sie nicht verstand. Er erinnerte sich an die Sache mit dem Schwamm und dem Lappen.
All diese Erinnerungen verarbeitete er heute in seinen Träumen. Es mischen allerdings auch schlechte Erinnerungen in die Träume... und Ängste, Befürchtungen... Die Angst davor, dass Yaerdis vor Scham oder aus Ängstlichkeit wegläuft. Die Angst davor dass die gemeinsame Zeit bald wieder vorbei ist. Die Angst, sie an einen anderen.. einen weisen Elben zu verlieren, der ihr mehr bieten kann. Die Angst davor, sie in einem Kampf nicht beschützen zu können.
Wie in so vielen Nächten enden diese Träume mit einem Schrei. "Aaaaaah Nein... nicht". Yaerdis schrickt zurück. Sie weiss nicht was passiert.
Shejian wird wach. Er schaut sich ängstlich um. Als er die Elbe nun mit Abstand im Zelt sieht, lockert sich seine Verkrampfung.. Er lächelt Yaerdis an. "Jardis.. liebes, Du bist da. Ich.... ich habe geträumt. Schlecht geträumt. Ich dachte, ich hätte Dich verloren. Wo wir doch gerade erst zusammengefunden haben." Langsam richtet er sich auf. "Ich muss raus hier aus dem Zelt. Begleitest Du mich auf ein paar Schritte?"
Shejian geht auf Yaerdis zu und reicht Ihr eine Hand... Dabei schaut er ihr tief in die Augen und sieht.... er sieht Angst.. Traurigkeit... Hatte sie den gleichen Traum wie er??
|
|
|
|
_________________ Hübschester Elb, Intelligentester Kundiger, Weisester Gelehrter und bester Sänger Mittelerdes.
|
|
 |
      |
 |
Silbion
Auserwählter


Alter: 37
Anmeldungsdatum: 16.03.2008
Beiträge: 2531
Wohnort: Wien

|
|
Es waren die Antworten von Legolas und Aragorn die seine Ohren erreichten. Die Antwort des Menschen waren nichts anderes als ein Wiederhall seiner eigenen Sorgen und die des Elben machte ihn etwas mutlos.
War es so? Er erinnerte sich an eine Begebenheit in der Yaerdis verletzt weg wollte. Es war, so glaubte Siblion sich erinnern zu können, seine Bitte gewesen, die sie zur Ruhe bewegt hatte. Ja, es war die Unruhe und die Trauer, die die meisten sahen, kaum jemand bemerkte die Stärke und Schönheit ihrer Seele. Die Stärke hatte er im Sippenhaus gesehen, als sie mit Entschlossenheit einen Streit zwischen Sonnenwindmitgliedern und Personen aus anderen Sippen verhindert hatte. Klar waren ihre Worte gewesen, keinen Widerspruch duldend. Die Schönheit ihrer Seele war wohl etwas was man nur sehen und erahnen konnte, wenn man in ihre Augen blickte, aber er hatte noch etwas anderes, das geschnitzte Kunstwerk mit der gefrorenen Flamme in ihrem Inneren. Er hatte in Agamaur erfahren, dass es wirklich von ihr stammte.....
Diese doch sehr frohen Gedanken trösteten ihn über den Umstand hinweg, dass es ihm nicht gelungen war sie zu finden. Er war zu spät gekommen.
Hoffentlich war sie in Sicherheit und hoffentlich war sie nicht im Begriff irgendeine selbstmörderische Tat zu begehen.
Dieses Nichtwissen, gespickt mit dunklen Befürchtungen aber auch Hoffnung, war schlimm und kaum zu ertragen.
Und wieder war da eine Erinnerung. Dieser Tag in Esteldin, als er plötzlich mit absoluter Sicherheit wusste, dass Yaerdis da war. Es hatte sich dann herausgestellt, dass er sich irrte, sie war nicht hinter ihm gestanden, aber er hatte damals gewusst, dass er ihr gut ging. Er hätte ziemlich viel dafür gegeben, dieses Gefühl jetzt wieder zu haben. Wo war Yaerdis nur....
|
|
|
|
_________________ Wenn immer der Klügere nachgibt, wird die Welt bald von Dummen regiert werden!
|
|
 |
    |
 |
Yaerdis
Legende

Alter: 34
Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 3049
Wohnort: Winnweiler

|
|
Yaerdis war vor Shejian an die Zeltwand zurückgewichen als er erwachte und seine Hand aus ihrer löste. In diesem Moment kam er ihr so fremd vor, so furchtbar, so falsch.
Nicht nur Traurigkeit und Angst standen in ihren eisblauen Augen, sondern nacktes Entsetzen und furchtbarer, nagender Zweifel.
Doch gleich verbarg sie ihre Gefühle wieder, setzte die betont gleichmütige Mine auf, die sie sonst stets zur Schau trug, und fasste sich ein Herz.
Vertrauen. Darum ging es doch. Shejian hatte Vertrauen zu ihr, und sie sollte welches zu ihm haben. Sie sollte sich sicher fühlen bei ihm, geborgen. Warum also fühlte sie sich unsicher und eingesperrt? Waren ihre Gefühle falsch oder die Wirklichkeit? Yaerdis konnte es nicht sagen. Vertrauen. Vertrauen musst Du haben - er hat es verdient.
Schnell nickte Yaerdis - nach draussen zu gehen wäre wirklich schön. Wie ein Hund, der Gassi geführt wird, zuckte es voll Abscheu durch ihre Gedanken. Bevor sie etwas sagen konnte - etwas falsches, wahrscheinlicherweise - und bevor Shejian weiter irgendetwas tun konnte, stürzte sie nach draussen und rannte davon. Sie rannte und rannte, bis sie ihre nackten Füsse im Schnee nicht mehr spüren konnte und ihr die Tränen auf den Wangen gefroren waren. Bis sie an den Klippen stand und die zugefrorene Bucht von Forochel in der Tiefe sehen konnte, bis keine menschlichen Stimmen und keine künstliche Wärme mehr zu erspüren war, bis sie allein war mit den kalt glitzernden Sternen und dem ewigen, wogenden Nordlicht. Keine Nähe - kein Schmerz. So einfach war das. Warum konnte Shejian das nicht verstehen?
|
|
|
|
|
|
 |
       |
 |
Schimmi Falkenblut
Moderator


Alter: 35
Anmeldungsdatum: 05.11.2007
Beiträge: 334
Wohnort: Euskirchen bei Köln

|
|
... noch aufgewühlt von den Träumen und überrascht von der Schnelligkeit kann Shejian nicht sofort reagieren... "Jardis... Jaardis" ruft er ihr zu. Dabei stürzt er hinter ihr her. Langsam vergrössert sich der Abstand zwischen den beiden... Ihren Namen rufend folgt er ihr. Als er sie sieht, wie sie an den Klippen steht bleibt er mit wenigen Metern Abstand stehen. Mit sanfter Stimme spricht er die Elbin an. "Jardis... liebes. Was ist? Was ist los? Sprich mit mir! Habe ich etwas falsch gemacht?"
Was sie nicht sehen kann sind die Tränen in seinen Augen und die Verzweiflung während er auf eine Antwort wartet...
|
|
|
|
_________________ Hübschester Elb, Intelligentester Kundiger, Weisester Gelehrter und bester Sänger Mittelerdes.
|
|
 |
      |
 |
Yaerdis
Legende

Alter: 34
Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 3049
Wohnort: Winnweiler

|
|
"Drei Tage..." sagte sie leise, als sie sich endlich durchrang, Shejian zu antworten. "Mein Versprechen, nicht fort zu laufen, hielt drei Tage. So gering nur gilt mir meine Ehre, so wenig mein gegebenes Wort. Es tut mir leid, Shejian. Ich werde mein Wort nicht halten können und niemals mehr fort laufen. Dieses Zelt... diese... " Sie bricht ab und fährt sich durch die rabenschwarzen Haare. "Die Nähe der Menschen macht mich wahnsinnig, scheint es."
Sie sieht zu Shejian, über die Distanz hinweg, die sie zwischen ihnen beiden aufgebaut hatte. Würde er nur dort bleiben und ihre Verzweifelung nicht sehen!
|
|
|
|
|
|
 |
       |
 |
Schimmi Falkenblut
Moderator


Alter: 35
Anmeldungsdatum: 05.11.2007
Beiträge: 334
Wohnort: Euskirchen bei Köln

|
|
Nein würde er nicht.. Langsam schreitet er auf sie zu. Streckt beide Hände einladend in Ihre Richtung, als er kurz vor ihr ist.
Mache ich Dir auch Angst, oder die anderen? Wir können woanders hingehen. Du bist weggelaufen, weil ich Dich erschrocken habe. Entschuldige. Ich... ich habe schlecht geträumt.. Er kommt noch näher.. und sofern sie es zulässt möchte er sie umarmen. Sie umarmen und küssen. Ihr die Angst nehmen. Wird sie es zulassen?
Komm.. bitte... Wir kriegen das hin. Seine Blicke mustern sie abwartend. Er sieht die Angst und die Verzweiflung in ihren Augen. Sie überträgt sich auf Shejian.
|
|
|
|
_________________ Hübschester Elb, Intelligentester Kundiger, Weisester Gelehrter und bester Sänger Mittelerdes.
|
|
 |
      |
 |
Yaerdis
Legende

Alter: 34
Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 3049
Wohnort: Winnweiler

|
|
"Nein. Ich bin weggelaufen, weil ich mich eingesperrt gefühlt habe, gefangen und gefesselt. Ich... ich will nicht...!"
Sie sperrte sich gegen seine Umarmung, bog den Kopf nach hinten und zerrte die Schultern frei, stolperte ein, zwei Schritte von ihm fort. Mit Panik in den Augen scharrte sie den Schnee beiseite, bis ihre nackten Füsse auf die gefrorene Erde stiessen. Sie brauchte die Erde, um in jene andere Richtung gehen zu können, die Shejian nicht offen stand. Um in den Sommer gehen zu können und ihm zu entkommen. Eigentlich brauchte dieser Zauber einen ausgeglichenen Gemütszustand und einen bedächtig vorgetragenen, elbischen Spruch, doch Yaerdis hatte diese Zeit nicht.
Sie würde es sich nur überlegen, wenn sie in Ruhe darüber nachdachte. Sie würde sich wieder gefangen nehmen lassen von diesen verlockenden Lippen und dieser sanften Stimme...
Sie schloss die Augen, formte die Hände zu Fäusten und wünschte sich fort, weit fort. Die Winde sollten sie tragen, die Erde sollte für sie zurückweichen, der Schnee zu Regen werden und dann zu einem Bach, zu einem Fluss mit einem mächtigen Wasserfall. Tausend Schritte sollten einer werden. Ein Schritt - seitwärts. Um ihm zu entkommen.
--
Viel, viel weiter südlich fiel Yaerdis aus der leeren Luft; beinahe zwei Meter über dem weichen, blätterbedeckten Waldboden in Bruchtals Klamm. Die warme, feuchte Luft war beinahe wie ein Schock.
Dieser Zauber, diese schnelle Reise hatte beinahe all ihre Kräfte verbraucht, und nach wie vor hingen noch Schneeflocken in ihren Haaren und kleine Eistränen auf ihren Wangen, die nun langsam schmolzen und ihr in den Kragen rannen.
Zu spät, viel zu spät fiel ihr ein, daß Shejian in der eisigen Öde von Forochel nur wenig Überlebenschancen hatte, wenn er nicht nach Pynti-Peldot zurückfand. Das hatte sie nicht gewollt, das hatte sie nicht bedacht... warum nur machte sie stets alles falsch?
Wie eine mächtige Woge schlug die Erschöpfung über der jungen Elbe zusammen, ließ ihr nicht einmal mehr Zeit für ihre üblichen Selbstvorwürfe.
Direkt am Wegesrand hinunter nach Imladris lag Yaerdis, zusammengeringelt wie eine junge Katze; der braune Elbenmantel ihr einziger Schutz vor unbesorgten Reitern oder trampelnden Pferdehufen, und ihre Traumruhe war ein stiller, dunkler See der totalen Erschöpfung.
Hin und wieder spiegelten sich einzelne Bilder vor ihrem ruhenden Geist - ihre Eltern, ihr Bruder Sirann; Shejian, Leyny und Fellen, Silbion und Lotta. Aber Yaerdis wies sie alle zurück, schickte sie alle fort und wollte niemanden sehen und nichts wissen. Vielleicht war Schwärze ihr einziger Freund.
|
|
|
|
Zuletzt bearbeitet von Yaerdis am Fr Jun 20, 2008 7:57 pm, insgesamt einmal bearbeitet
|
|
 |
       |
 |
Schimmi Falkenblut
Moderator


Alter: 35
Anmeldungsdatum: 05.11.2007
Beiträge: 334
Wohnort: Euskirchen bei Köln

|
|
Zack... weg war sie.. hatte einen Ihrer Zauber genutzt um ihn zu verlassen.
Mit Tränen in den Augen steht Shejian an der Stelle wo Jardis verschwunden ist. Seine Augen matt und sein Ausdruck leer. Wo mochte sie sein? In Bree? In Angmar? In Bruchtal? Er weiss... Sie konnte an vielen Orten sein.
Leere... alleine steht er an der Klippe. Alleine wird er wohl auch in Zukunft sein. Die Kälte um ihn herum bemerkt er immer noch nicht. Langsam nähert er sich der Klippenkante. Er schaut tief hinunter. Zögerlich steht er am Abgrund... Sein Herz ist genauso am Abgrund wie sein Körper... Shejian weiss, dass er sie verloren hat.. Das sie sich ihre Liebe nicht eingestehen will oder kann. Die Zweifel sind wohl zu gross.
Ein Gedanke jagt den nächsten... Wenn ich jetzt springe.. dann ist alles zu Ende. Keine Hoffnung mehr.. keine Angst.. Keine unerfüllte Liebe. Und Jardis ist frei..
Mit Tränen in den Augen steht er da.. er zögert.. macht einen Schritt zurück.. Aber wenn ich springe.. Was tue ich ihr dann an. Wenn sie mich doch liebt.. dann wird es ihre wankelmütige Seele weiter leiden lassen.. Dann wird sie sich Vorwürfe machen.. Wenn ich springe. Dann wird es nie eine Zukunft für uns geben. Auch die Freundschaft wäre dann kaputt.. Will ich das?
Wieder macht er einen Schritt nach vorne Wenn ich springe, dann bin ich tot... dann kann mir egal sein, was hier ist.. Will ich das?
Seine Gedanken schweifen weiter.. Was ist mit den anderen? Mit Sonnenwind? Mit seinen Versprechen, das Böse zu bekämpfen. Kann ich das alles zurücklassen? Was ist mit meinen Geschäften? Will ich alles aufgeben? Will ich das?
Kurz kehrt Entschlossenheit in seine Augen zurück. Laut ruft er in die leere Umgebung NEIN.. Das will ich nicht.. Aber was will ich? Er denkt wieder nach... Ich muss nachdenken.. Ich brauche ein wenig Abstand..
Mit festem Schritt macht er sich auf den Rückweg ins Lager der Lossoth. Glücklicherweise kennt er sich in der Gegend aus. Oft genug hat er hier gejagt.. alleine.. und auch mit Jardis. Aber erst jetzt wird ihm die Kälte bewusst. Er beginnt zu zittern. Sein Schritt beschleunigt sich. Ich muss schnell ins Lager... sonst ists Aus mit mir..
Kurz bevor seine Kräfte zu Ende sind erreicht er das Lager. Er begibt sich zu einem der wärmenden Feuer im Lager. Eine Weile sitzt er dort um sich aufzuwärmen. Als die Wärme und seine Kräfte zurückgekehrt sind geht er in sein Zelt und packt seine Habseligkeiten zusammen. In der Ecke liegen noch ein paar von Jardis´s Sachen. Auch diese packt er zusammen. Allerdings getrennt von seinen Sachen.
Schliesslich macht er sich auf die Suche nach einem vertrauenswürdigen Lossoth. Ihm übergibt er Jardis´s Dinge mit dem Auftrag diese Ihr zurückzugeben, falls sie wiederkommt. Er selber würde aufbrechen. Er hinterlässt noch die Nachricht für Jardis, dass sie ihn finden werde, sollte sie sich anders entscheiden. Aber für eine Weile wolle er Abstand... um Ihrer Seele und seinem Herzen Ruhe zu gönnen. Das wäre jetzt wohl das Beste.
Ohne sich umzublicken verlässt Shejian das Lager der Lossoth. An der Hand führt er sein Pferd, welches mit seinen Habseligkeiten bepackt ist....
|
|
|
|
_________________ Hübschester Elb, Intelligentester Kundiger, Weisester Gelehrter und bester Sänger Mittelerdes.
|
|
 |
      |
 |
Silbion
Auserwählter


Alter: 37
Anmeldungsdatum: 16.03.2008
Beiträge: 2531
Wohnort: Wien

|
|
Silbion hatte sie ein wenig ausgeruht, etwas gegessen und mit einigen Elben in Bruchtal gesprochen. Sein Herz war nun etwas leichter, er musste einfach darauf vertrauen, dass Yaerdis nichts Gefährliches tat. Er würde sie wiedersehen, dessen war er sicher. Es war ja auch zu schwierig in Bruchtal lange sorgenerfüllt oder niedergeschlagen zu sein.
Er beschloss Bruchtal wieder zu verlassen, er hatte noch so vieles was er tun wollte. Das meiste waren die Bitten von irgendwelchen Leuten, die ihn baten dies oder das zu tun und da sie meistens angaben, dass es wichtig wäre, oder aber gegen das Böse ging, war Silbion nur allzugern bereit zu helfen. Rhogarim, der Zwerg den er kannte, hatte ihn schon gewarnt, dass diese Gutmütigkeit ihn in grosse Gefahr bringen konnte und die Geschichte in Angmar hatte es ja gezeigt, dass der Zwerg recht hatte, aber Silbion konnte einfach nicht über seinen Schatten springen.
Leichtfüssig rannte er den Weg hinauf, der aus Bruchtal wegführte. Er lief am Rand der Strasse entlang und er wäre an Yaerdis, die getarnt in ihrem Elbenmantel dort lag, wohl einfach vorbeigelaufen, wenn nicht just in diesem Augenblick mehrere Reiter auf ihn zugeritten kamen. Sie machten gar keine Anstalten Silbion Weg zugeben, sie schienen zu glauben, dass sie einfach durch ihn durchreiten könnten (ooc: das habe ich mir jetzt einfach nicht verkneifen können).
Sie hätten ihn wohl niedergeritten, wenn er nicht schnell mehrere Schritte zur Seite gemacht hätte. Zumindestens wollte er das tun, aber schon bald wurde sein Schritt gebremst, als er gegen etwas stiess und der Schwung seiner Bewegung lies ihn zu Boden gehen. Verdutzt sass er ihm Gras, worüber war er da nur gestolpert.....
|
|
|
|
_________________ Wenn immer der Klügere nachgibt, wird die Welt bald von Dummen regiert werden!
|
|
 |
    |
 |
Yaerdis
Legende

Alter: 34
Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 3049
Wohnort: Winnweiler

|
|
Yaerdis' nur kurz währende Ruhe war gestört worden, doch die Traumbilder wollten nicht weichen; in die Realität war sie noch nicht ganz zurückgekehrt. Mit einer geschickten Rolle nutzte sie den Schwung der Bewegung, als jemand nach ihr trat, und kam in eine kauernde, angriffsbereite Position, den Dolch schon in der Hand. Knurrend wie ein Wolf wollte sie sich gerade auf den vermeintlichen Gegner stürzen, als sie zu ihrer Verwirrung bemerkte, daß gar keiner dort war - nur Silbion.
Silbion als Traumgesicht, Silbion, der nicht weichen wollte.
Sie wedelte ziellos mit dem Dolch in seine Richtung, als könne dies das hartnäckige Hirngespinst vertreiben, doch die Erschöpfung war zu groß und ihr Körper forderte sein Recht.
Ihre Beine sackten unter ihr weg und ihr Mantel fiel über ihr zusammen, als sie in den Staub sank. Sofort schloss sich wieder die willkommene, kühle Schwärze des Traums über sie.
|
|
|
|
|
|
 |
       |
 |
Silbion
Auserwählter


Alter: 37
Anmeldungsdatum: 16.03.2008
Beiträge: 2531
Wohnort: Wien

|
|
Silbion war überrascht als plötzlich und quasi aus dem Nichts plötzlich Yaerdis auftauchte. Sein Verstand nahm dann sofort den Mantel war und wusste warum.
Er hatte sie schon wieder geweckt, wie damals im Sippenhaus, aber diesmal schien sie nicht zu wissen wo sie sich befand noch wer vor ihr stand. Der Dolch stand zwischen ihnen beiden. "Yaerdis", meinte er noch beschwichtigend, "Ich bin es", doch da fiel sie schon wieder zu Boden. Schnell eilte er zu ihr, selbst wenn der Mantel sie nun wieder vollständig bedeckte, wusste er doch wo sie war. Er zog ihn vorsichtig zur Seite. Es ging ihr nicht gut, gar nicht gut, war alles was er denken konnte. Vorsichtig beührte er ihre Schulter uns schüttelte sie sanft, er strich ihr das schwarze Haar aus dem Gesicht und merkte, dass es feucht war, obwohl es ihn Bruchtal nicht geregnet hatte. Auch ihr Gesicht war feucht, aber wie er nun sah, waren das Tränen.
Ihr Anblick schnitt ihm ins Herz. Er hob sie auf, sie war so leicht... aber das nahm er nur am Rande war. Sie brauchte einen Heiler und zwar schnell.
Kurz blickte er sich um, und überlegte welche der Brücken wohl den schnelleren Weg versprach. Er hatte keine Ahnung wo hier ein Heiler zu finden war und so beschloss er einfach direkt zu Elronds Haus zu laufen, da gab es genug Leute, irgendwer würde ihr helfen können. So schnell er konnte lief er los und die Sorge beschleunigte seine Schritte.
|
|
|
|
_________________ Wenn immer der Klügere nachgibt, wird die Welt bald von Dummen regiert werden!
|
|
 |
    |
 |
Silbion
Auserwählter


Alter: 37
Anmeldungsdatum: 16.03.2008
Beiträge: 2531
Wohnort: Wien

|
|
Die Silbion entgegengeliefen wurden von ihm gebeten, ob sie im Auskunft geben könnten nach einem Heiler. Die meisten allerdings hatten es so eilig, dass sie einfach an ihm vorüberliefen. Einige jedoch wiesen ihm den Weg zu Tora.
Die ganze Zeit über hatte sich Yaerdis nicht gerührt, nichts hatte ihre Ruhe unterbrochen. Sorgenvoll betrachtete er sie, als er sie zu Tora brachte und als ob das noch nicht genug war, fiel im zu allem Überdruss auch noch Míriel, Finwes erste Frau ein. Sie war so müde nach der Geburt von Feanor gewesen, dass sie nach Lórien ging und sich dort hinlegte. Allerdings verlies ihr Geist den Körper und eilte in Mandos Hallen und nichts konnte sie dazu bewegen wieder körperlich zu werden.
"Yaerdis, bald wird euch geholfen, haltet aus", sagte er zu der Elbe in seinen Armen.
|
|
|
|
_________________ Wenn immer der Klügere nachgibt, wird die Welt bald von Dummen regiert werden!
|
|
 |
    |
 |
Yaerdis
Legende

Alter: 34
Anmeldungsdatum: 03.01.2008
Beiträge: 3049
Wohnort: Winnweiler

|
|
Yaerdis hörte nur die beruhigende Stimme und kuschelte sich weiter an Silbions Schulter. Es war ihr, als seien ihre Träume lichter geworden, als sei jemand an ihrer Seite; jemand dem sie vertrauen konnte.
Ah, wenn es in Wirklichkeit nur so wäre!
|
|
|
|
|
|
 |
       |
 |
|
|
Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6 Weiter
|
Nächstes Thema anzeigen
Vorheriges Thema anzeigen
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen
|
|