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Schimmi Falkenblut
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ooc: Die hier beschriebenen Ereignisse hängen zusammen bzw. sind eine Folge von den Geschehnissen aus dem Thread "Auf der Suche nach Yaerdis". Aus Übersichtsgründen habe ich aber einen extra Strang draus gemacht.
ic:
Was bisher geschah:
Nachdem Shejian aus einem Albtraum erwachte, rannte Yaerdis davon. Shejian versuchte ihr hinterher zu kommen. Sie allerdings verschwand plötzlich und liess Shejian alleine und einsam am Rand eines eisigen Abgrundes in Forochel stehen.
Shejian wusste, dass dies wohl das Ende ihrer gerade erst begonnenen Liebesbeziehung war. Nun war er alleine. Seine Gedanken kreisten zwischen Selbstmord und der Suche nach Yaerdis hin und her...
Schliesslich entschloss er sich für das Weglaufen.. so wie Yaerdis es immer tat. So machte er sich auf den Weg in die umkämpften Ettenöden um Yaerdis zu vergessen oder zu sterben.. oder dass sie ihn dort finde....
Wovon er nichts wusste, war dass Yaerdis unter Aufbietung ihrer letzten Kraft mittels eines Zaubers nach Bruchtal gereist war, wo sie glücklicherweise von Silbion gefunden wurde.... Aber dies ist ein anderer Teil der Geschichte.
so gehts hier weiter:
Nach einem langen und anstrengendem Ritt erreicht Shejian sein Ziel. Ein Landstrich, der überall als die Ettenöden bekannt ist. Von Süden aus erreicht Shejian einen Versammlungsort der freien Völker. Es ist keine Stadt, kein Dorf.. Viele Säulen, ein grosser Garten eigentlich. Alles aus edlem weissen Stein. Wie Shejian unterwegs erfahren hat, wird dieser Ort Klein Vräig oder so genannt. Wenn man mal von den Söldnern absieht, schaut es hier eigentlich gar nicht nach Krieg aus.
Als Shejian eintrifft, schaut er sich weiter um. Niemand bemerkt ihn.. Keiner spricht ihn an. Es herrscht hektisches Treiben. Eine gewisse Anonymität, die ihm zu gefallen scheint.
Sein Pferd lässt er mit dem Grossteil seiner Ausrüstung beim Stallmeister. Diesem gibt er ein paar Silberstücke damit das Pferd einen guten Platz und frisches Heu bekommt.
Etwas unschlüssig schaut er sich erstmal um in diesem "Garten". Vom nördlichen Ende geht es einen Berg hinab. Dort sind überall Wachen stationiert. Die Fernsicht ist schön. Man sieht Wälder, Berge.. teils mit Schnee bedeckt. Aber auch ein paar Festungen, eigentlich mehr Ruinen ehemaliger Festungen. Bei diesem Anblick wird man auch daran erinnert, dass hier Krieg herrscht.
Nachdem Shejian sich umgeschaut hat, fragt er sich durch, wo man sich einschreiben könne, wo man sich den kämpfenden Truppen anschliessen könne.
Diese Formalität ist relativ schnell erledigt. Aufgrund seiner Fähigkeiten, sich ungesehen und lautlos zu bewegen wird er quasi zum Einzelkämpfer. Er ist lediglich dem Ersten Marschall unterstellt, der ihm entsprechende Aufträge erteilt. Bei diesem meldet er sich und die beiden besprechen das weitere Vorgehen.
Schnell erhält er seinen ersten Auftrag. Dieser führt ihn direkt quer durchs Land. Shejian soll sich bei den Kommandeuren der Aussenposten melden um von diesen Neuigkeiten über Feindbewegungen zu erhalten. Gegebenenfalls gäbe es für ihn an den jeweiligen Orten auch etwas zu tun.
Bereits kurze Zeit später ist Shejian unterwegs. Sein Pferd hat er im Stall gelassen, da er sich so besser durch die feindlichen Linien schleichen kann. Bei diesen Aktionen ist ein Pferd eher hinderlich.
Der erste Weg führt durch den Grimmwald in ein Holzfällerlager. Dieses Holzfällerlager ist regelmässig stark umkämpft, erfährt Shejian von den anderen Söldnern in Klein Vräig. Die Hölzer die dort geschlagen und bearbeitet werden, dienen den freieen Völkern als Grundstoff für Waffen, Pfeile und auch für die Lagerfeuer. Das Lager ist also dementsprechend sehr wichtig.
Shejian nähert sich dem Lager von einem Hügel im Süden. Von dort aus hat er einen relativ guten Überblick, obwohl das Lager teilweise von Wald umgeben ist.
Seine instinktive Vorsicht ist sein Glück, als er fast beim Lager ist. Denn von dort ist Kampflärm zu hören. Langsam schleicht er sich ungesehen an die Palisaden ran. Als er sich dem Tor nähert sind die Feinde zurückgeschlagen. Es handelte sich um eine Handvoll Orks, die ihr Glück versucht hatten. Aber Glücklicherweise war ein Spähtrupp der freien Völker in der Nähe und konnte den Lagerwachen schnell zu Hilfe eilen. Ausser ein paar leichten Verletzungen war niemandem etwas passiert.
Als sich die Unruhe gelegt hat, meldet sich Shejian beim Kommandeur der Wachen. Dieser ist froh über den Neuankömmling und teilt diesem die gewünschten Informationen zu den Truppenbewegungen mit. Ausserdem bittet er Shejian um Hilfe. In Weisssenke, einem kleinen Hobbitdorf in der Nähe soll es Ärger mit Wölfen gegeben haben. Aufgrund der Angriffe sei bisher aber keine Zeit sich darum zu kümmern.
Shejian verspricht, sich der Sache anzunehmen und bricht nach kurzer Erholung auf....
2 B continued....
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Schimmi Falkenblut
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Ein paar Tage nach der Ankunft... Mittlerweile war Shejian bei den Kommandeuren der Lager der freien Völker ein geachteter Kundschafter und auch ein verlässlicher Bote geworden. Seine Aufträge führten ihn in den Westen nach Weißensenke, in den Norden zur geheimen Erkundung der Isenbinge. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Isenbinge von hinterhältigen Orks gehalten.
Der weg dorthin war gefährlich und tückisch. Denn die Isenbinge ist etwas höhergelegen im Gebirge, dass ehrfurchtsvoll Aradors Ende genannt wird.
Shejian hatte versucht rauszufinden, warum das Gebirge so genannt wurde und wer dieser Arador gewesen sein mochte. Aber so richtig konnte ihm niemand Auskunft geben. Die Erzählungen gingen von einem mächtigen Zwergenkönig bis zu einem großen Drachen... Shejian nahm sich vor, diese Frage zu klären wenn bzw. falls er zurückkäme. Bei Sonnenwind sollte einer der weisen Elben bescheid wissen.
Der Weg zur Isenbinge war aber nicht nur wegen der Orks oder der Kälte gefährlich. Zu seiner Überraschung hausten dort auch Drachen, die er umgehen musste. Beinahe wäre er in eine Gruppe von diesen Beschuppten Ungeheuern reingelaufen. Dies hätte er mit Sicherheit nicht überlebt. Aber glücklicherweise schienen die Drachen zu schlafen und bemerkten den Menschen nicht, der wenige Meter an ihnen vorbeischlich.
Das Auskundschaften verlief mittlerweile routinemäßig. Shejian merkte sich die Anzahl und die Stärke der Wachen und schaute auch nach Besonderheiten. Nach Erledigung seiner Aufgabe machte er sich auf den Rückweg um die Beobachtungen zu melden. Diesmal umging er die Drachen in einem grösseren Bogen.
Der Rückweg führte ihn an der Feste Ringdür vorbei. Es war bereits spät und ausserdem gab es Berichte von Trollen, die in diesen Nächten durch die Gegend streifen sollten. Dies veranlasste den Menschen dazu, die Nacht im Schutz der alten Festung zu verbringen. Wenigstens bekam er so eine warme Mahlzeit und konnte ruhig am Lagerfeuer nächtigen. Denn als Bote und Kundschafter brauchte er normalerweise nicht an den Wachdiensten teilzunehmen.
Als er am nächsten Morgen aufbrechen will, nimmt ihn ein Zwerg zur Seite. "Du bist Shejian, richtig?" Der angesprochene nickt nur kurz und schaut den Zwerg fragend an. "Ich bin Leutnant Ingli. Hast du kurz Zeit für mich und eine Aufgabe?" "Worum geht´s?" "Wir haben da ein Problem mit ein paar Bilwissen. In den letzten Tagen haben sich die Überfälle auf unsere Proviantlieferungen wieder vermehrt. Und so langsam gehen uns die Vorräte aus. Und auch das Bier.."
"Und was soll ich da jetzt tun? Soll ich die Bilwisse um Rückgabe des Bieres bitten?" Shejian lacht über seinen eigenen Witz. Dem Zwerg ist jedoch nicht nach lachen zu Mute. Stattdessen nickt er ernst. "In der Tat sollt Ihr etwas ähnliches für mich erledigen. Du sollst in das Lager eindringen und schauen, mit wievielen Bilwissen wir zu tun haben. Merk Dir ausserdem, wo das Bier und die Vorräte gelagert sind. Und wenn dabei ein paar Bilwisse ins Gras beissen, soll es sicher nicht Dein Schaden sein. Besonders wenn es sich dabei um Anführer handelt. Einer unserer Spione berichtete gestern davon, dass sich Gasham und Bok dort aufhalten sollen."
Shejian prägt sich das gesagte intensiv ein. Ebenso wie die kurze Beschreibung des Lagers, die er von einem der anderen Spione erhält. "Ach ja.. Und wenn Du es schaffst, ein paar Vorräte und etwas von dem Bier rauszuschmuggeln, dann wartet hier ein Beutel Silber auf Dich."
Kurz darauf ist Shejian unterwegs in Richtung des Bilwiss-Lagers. Da der Weg recht verwinkelt ist und auch einige Gesteinsbrocken und Sträucher am Wegesrand verteilt sind, kommt er geschützt und sicher in den Eingang. Der Eingang des Lagers wird von 2 Bilwissen versperrt. Die kleinen Kreaturen sind jedoch nicht sehr aufmerksam, so dass Shejian sich unbemerkt anschleichen kann. Kurz lenkt er den ersten Bilwiss ab. Langsam aus der Deckung hervorkommend zieht er seinen Dolch und schlitzt dem Bilwiss damit von hinten die Kehle auf. Der Treffer ist tötlich für den Bilwiss. Der zweite ist jedoch aufmerksam geworden und stürzt sich schreiend auf Shejian. Dieser hat jedoch damit gerechnet und schleudert etwas Staub in dessen Augen.
Der kurze Moment der Verwirrung reicht Shejian um sich in eine günstige Angriffsposition zu bringen. Mit einem gemurmelten "Für Jardis!!" springt Shejian auf den Bilwiss. Das Schwert in der rechten Hand geht mit voller Wucht auf das mit Lehm und Blut verkrustete Schwert des Bilwisses. Mit dem Dolch zielt Shejian auf die Brust des Bilwisses. Von dem ersten Schock erholt kann dieser den Angriff auf die Brust so gerade eben verhindern, lediglich die Spitze des Dolches streift den Wanst. Beide weichen einen Schritt nach hinten um sich neu zu formieren.
Die Kontrahenten belauern sich und jeder der beiden versucht dem anderen einen Treffer zu versetzen. Es gelingt Shejian dem Bilwiss eine Verletzung am Schwertarm zuzufügen. Als Folge davon läuft der Bilwiss mit einem schrillen Schrei ins Lager zurück. Shejian sprintet hinterher. Er erreicht den Bilwiss und kann ihm von hinten den tötlichen Stoss versetzen. Doch zu spät bemerkt er seinen Fehler. Durch den Kampflärm und vor allen Dingen durch den schrillen Schrei wurden mehrere Gegner auf den Menschen aufmerksam. Blitzschnell stürmen zwei weitere Bilwisse auf Shejian zu. Und plötzlich... Wie aus dem Nichts tauchen zwei Warge hinter dem Schurken auf und versperren ihm den Rückweg.
Die Warge lauern knurrend hinter Shejian und die beiden Bilwisse gehen mit gezückten Schwertern auf Shejian zu. Mit einem überheblichen und siegessicheren Lachen greifen sie an. Die Warge bleiben stehen. Shejian denkt nur kurz "Warum greifen die nicht schon längst an." Da geht auch schon der erste Schwertangriff der Bilwisse auf ihn nieder. Shejian wehrt diesen ab und stellt sich dem zweiten. Er beschliesst, den Bilwissen die grössere Aufmerksamkeit zu widmen. Dies geht auch einige Zeit gut, da die Warge sich weiterhin darauf beschränken, Shejian den Fluchtweg zu versperren. Als jedoch der erste Bilwiss schwer verwundet die Flucht ergreift, geben die Warge ihre passive Haltung auf.
Zu spät bemerkt Shejian dass einer der Warge zum Sprung ansetzt. Diesem Sprung in den ungeschützten Rücken kann der Mensch nicht mehr ausweichen.....
2 B continued...
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Schimmi Falkenblut
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Der Warg erwischt Shejian an der Schulter. "Waaahh" ertönt der Schmerzensschrei Shejians. Die Schulter schmerzt und Blut aus der Wunde beginnt den Stoff rot zu färben. Shejian stolpert hin. Die Warge und die Bilwisse behindern sich für einen Augenblick gegenseitig, da es auf dem Weg sehr eng ist. Dieser Augenblick reicht Shejian um sich zu berappeln. Den nächsten Angriff der Bilwisse kann er mit letzter Kraft abwehren. Es besteht keine Chance diesen ungleichen Kampf zu gewinnen. Um sich etwas Raum zu verschaffen fängt Shejian an viele kurze Angriffe in alle Richtungen zu starten. Er dreht sich wie wild und schreit rum wie eine Horde wildgewordener Affen. In wilder Wut und letzter Verzweiflung schafft der Mensch sich so einen kleinen Radius um sich freier zu bewegen.
Den einzigen Ausweg bietet der kleine Abhang am Wegesrand. Mit einem kurzen Sprung in diese Richtung lässt Shejian sich auf den Boden fallen und rollt den Abhang hinab. Dabei wird die verletzte Schulter weiter in Mitleidenschaft gezogen. Dem Schurken wird leicht schwindelig. Er hat das Gefühl als stände er neben sich und beobachte sich in einem Spiegel bei diesem Fluchtversuch. Die Warge sind nur wenige Schritt hinter ihm, als es ihm mit einem Trick gelingt aus deren Blickfeld zu verschwinden. Vorsichtig schleicht Shejian hinter eine Felswand in der Hoffnung, dort nicht von den Wargen gesehen worden zu sein. Die Bilwisse stehen indes weiterhin etwas verwirrt an der Stelle wo der Kampf bis vor wenigen Augenblicken nocht stattgefunden hat.
Es scheint, dass die Warge Shejians Spur oder das Interesse an ihm verloren haben. Er nutzt den Augenblick um seine Wunde zu betrachten. Die Blutung hat mittlerweile nachgelassen aber der Schmerz ist weiterhin vorhanden. Er zieht sich den ganzen Arm runter bis in die Hand. Vorsichtig holt er nun mit der gesunden Hand eine Heilsalbe aus seiner Gürteltasche. Anschliessend zieht er vorsichtig den eh schon zerrissenen Stoff des Hemdes von der verletzten Schulter und schmiert unbeholfen etwas von der Salbe auf die Stelle. "So, dass muss erstmal reichen, auch wenn es nicht ideal ist." denkt Shejian und betrachtet dabei sein Werk. "Jardis hätte das besser gemacht. Und mit ihr wäre ich wohl auch nicht in diese dumme Falle gelaufen." Shejian seufzt leise. "Ach Jardis, wo bist Du nur? Warum können wir nicht einfach nur glücklich miteinander sein?"
Vorsichtig um keinen Lärm zu verursachen macht sich der Mensch zurück auf den Weg in die Ringdür-Festung. In den letzten Tagen schweifen seine Gedanken immer wieder zu Jardis.. "Was hat er falsch gemacht? Warum behandelt sie ihn so? Wie kann er sie doch noch erobern? Sie liebt ihn doch auch. Dieser Kuss... er war so wundervoll.. Und sie wollte es auch." Alles Fragen auf die er keine Antwort weiss... Er hatte gehofft, diese Antworten hier in diesem Landstrich zu finden. Relativ weit weg von Angmar, von Forochel... von daheim... Aber er fand keine Antwort.. nur neue Fragen.. und Erkenntnisse.. Erkenntnisse die er nicht wahrhaben wollte. Er wollte nicht wahrhaben, dass ihre Liebe keine Zukunft habe. Das durfte einfach nicht sein.
Fast wäre er in eine Patroullie des Feindes hineingelaufen, so sehr war er in Gedanken.. Gerade noch rechtzeitig schafft Shejian es, sich in einer geschützten Erdmulde zu verstecken. Nachdem die Patroullie nichtsahnend vorbeigezogen ist, macht er sich weiter auf den Weg, diesesmal jedoch aufmerksamer. Alle ablenkenden Gedanken verdrängend erreicht er die sichere Festung. Dort angekommen begibt er sich zum Heiler und lässt seine Schulterverletzung behandeln. Nach dieser Behandlung und einem Verband, der die Schulter schützen soll, meldet er sich bei Hauptmann Igli zurück. Kurz berichtet er die Erlebnisse und auch ein paar Lagerplätze des geraubten Proviantes und Bieres kann er dem Zwerg nennen. "Gute Arbeit, Shejian. Aber sei das nächste mal vorsichtiger. Wir verlieren zu viele Leute. Und auch zu viele Gute Leute. Wir können uns keine weiteren Verluste erlauben. Erst recht nicht durch Unachtsamkeit. Begib Dich jetzt erstmal nach Klein Vräig um Dich auszukurieren. Hauptmann Tordür hat dann sicher neue Aufgaben für Dich. Aber zu allererst ruhst Du Dich noch ein wenig aus." Ohne eine Antwort abzuwarten wendet sich der Zwerg wieder anderen Tätigkeiten zu.
Shejian steht für einen Augenblick etwas unschlüssig herum, bevor er sich zu einem der Schlafplätze begibt. Dort legt er sich hin. Wieder schweifen seine Gedanken zur Elbin, der sein Herz gehört. Wie so oft träumt er von den letzten Treffen.. Von dem Kuss, der Umarmung.. aber auch wie sie auf einmal verschwand und ihn in der Kälte zurückliess. Irgendwann übermannt ihn der Schlaf und später konnte er nicht mehr sagen, wo seine Gedanken zu Träumen wurden, wo er wach war und wann er einschlief. Der Schlaf verläuft ziemlich unruhig und mehrmals in der Nacht wacht Shejian auf...
2 B continued...
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Schimmi Falkenblut
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Einen Tag… einen Tag nur kann Shejian sich ausruhen. Dann ruft die Pflicht wieder. Shejian wird zurückgerufen zu General Tortur in Glain Vraig. Noch müde von der Anstrengung macht er sich auf den Weg ins Hauptlager der freien Völker. Dort angekommen machen sich bereits verschiedene Gruppen zum Aufbruch bereit. Kurze Rückfragen ergeben, dass versucht werden soll die Isenbinge zurück zu erobern.
Shejian trifft den General in einer Besprechung mit einer kleinen Gruppe. „Aaah Shejian, Willkommen zurück. Warte einen Augenblick, wir sind hier gleich fertig. Dann habe ich eine Aufgabe für Dich.“ Shejian nickt zur Bestätigung und wartet ein paar Schritte entfernt. Denn er weiss, dass der General es nicht gerne hat, wenn fremde Ohren seine Anweisungen für die einzelnen Aktionen mitbekommen. Nicht das der General seinen Leuten nicht traut. Aber je weniger Leute über Einzelheiten informiert sind, desto geringer ist die Chance, dass etwas durch Verrat oder Folter an den Feind durchsickert.
Shejian muss nicht lange warten, bis Tortur die Gruppe wegschickt und den Menschen zu sich heranwinkt. „Was kann ich tun? Soll ich mich irgendwo anschliessen?“ „Nein, nein. Für Dich habe ich eine andere. ebenso wichtige Aufgabe wie die Sache mit der Isenbinge. Es geht darum, dass der Weißquell….“ Der General erzählt Shejian, dass einige Orks in der letzten Nacht dabei beobachtet wurden, wie sie ein Fass mit einer merkwürdigen Flüssigkeit in den Weißquell kippten. Die Späher haben dies gesehen und zum Glück eine Probe des mit der Flüssigkeit vermischten Wassers mitgebracht. Die Heiler waren in der Lage die giftige Substanz zu analysieren und schnell ein Gegenmittel zu erstellen.
„Zum Glück sind die ansässigen Orks nicht die intelligentesten. Denn das Gift reagiert recht träge mit dem Wasser. So konnten unsere Heiler ein Gegenmittel entwickeln, dass das Gift neutralisiert bevor Weißsenke und die anderen Dörfer erreicht werden. Aber trotzdem muss es schnell gehen. Wir müssen dieses Gegenmittel etwas unterhalb in den Fluss schütten.“
„Und das soll ich jetzt machen? Aber so schwierig ist das doch gar nicht.“ Der General lacht laut auf. „Keine Sorge. Sooo einfach mach ich es Dir nicht. Das Problem an der Sache ist, dass Du ganz nah an Tol Ascarnen ran musst. Weil dort die beste Stelle für die Verteilung des Gegengiftes ist. Der Feind hat die Patroullien dort verstärkt. Wir brauchen also jemanden, der sich unsichtbar und leise dort bewegen kann. Sozusagen direkt vor der Haustür des Feindes.“ „Kein Problem. Dann bin ich der richtige. Soll ich sofort aufbrechen?“ „Begib dich rüber zu den Heilern. Dort erhälst Du das Gegengift. Und dann beeile Dich. Wir stellen derzeit einen Angriffstrupp für einen neuen Angriff zusammen. Dort könntest Du Dich anschliessend für die Vorhut melden.
Shejian verabschiedet sich von General Tortur und holt das Gegengift bei den Heilern ab. Hierbei handelt es sich um ein kleines Fässchen mit einem Fassungsvermögen von ca. 2 Litern. Zuerst wundert Shejian sich, wie so eine geringe Menge ein Gift in einem Fluss aufhalten soll. Auf Nachfrage erklären ihm die Heiler, dass das Gegengift stark konzentriert wurde und extra für eine grosse Menge Wasser ausreicht. Als man ihm die Vorzüge und die Chemische Reaktion erklären will, winkt er ab und packt das Gegengift in seinen Rucksack. „Ich werde das Zeug in den Fluss kippen und gut is.“ Bereits wenige Minuten später befindet sich Shejian auf dem Weg in Richtung des Flusses. Er lässt sein Pferd im Lager, da dies nur hinderlich sein wird bei dem Versuch ungesehen an den Fluss zu kommen. Abgesehen von ein paar nervigen Mücken verläuft die Reise ereignislos. Selbst am Fluss angekommen ist es sehr ruhig. Auch auf Tol Ascarnen ist kaum eine Wache zu sehen. Shejian beschliesst trotzdem weiterhin sehr vorsichtig zu sein. Denn es könnte sich ja auch um eine Falle halten. Auf jeden Fall will er diese merkwürdige Ruhe melden, sobald er zurück in Glain Vraig ist.
Zwischen den Steinen über dem grossen Wasserfall nördlich von Tol Ascarnen wartet Shejian auf die Dämmerung um sein Werk zu vollenden. Dies ist auch schnell geschehen. Mit dem Fass über die Felsen balancieren, das Fass öffnen und in den Wasserfall kippen. So wie von den Heilern erklärt. Schnell ist das leere Fass im Beutel verstaut und der Rückweg angetreten. Dieser ist genauso ereignislos wenn nicht gar langweilig wie der Hinweg. Nirgendwo grössere Patroullien oder sonstige Feindaktivitäten zu bemerken. Haben die Orks die Burg aufgegeben? Bereiten sie etwas vor? In Glain Vraig angekommen teilt Shejian seine Beobachtungen und die Befürchtungen dem General mit. Dieser ist ebenso besorgt über das eigenartige Verhalten der Orks und beschliesst schliesslich die Gunst der Stunde zu nutzen.
Noch am gleichen Tag bricht ein Eroberungstrupp von Soldaten und Söldnern auf um Tol Ascarnen zu stürmen. Bereits eine Stunde vor dem Haupttrupp ist ein kleiner Spähtrupp unterwegs die Gegend zu erkunden und eventuelle Hinterhalte frühzeitig zu bemerken und zu verhindern.
Diese Vorhut – angeführt von Shejian- erreicht Tol Ascarnen jedoch nicht…
2 be continued??
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…was war geschehen? Wo war der Spähtrupp unter Shejians Führung geblieben? Was hatte dies für Auswirkungen für den Schlachtzug? Konnte Tol Ascarnen zurückerobert werden?
Der Angriffstrupp erreichte das Ufer des Weissquells unbeschadet und ohne angegriffen zu werden. Die Festung an sich war mittlerweile gut bewacht. Gut geschützt im Unterholz des nahen Waldes wartete der Schlachtzug auf das Angriffssignal.
Im Schutze der Dunkelheit startete dieser Angriff wie geplant. Die Gemeinschaft der freien Völker schaffte es unter grossen Anstrengungen das Flussufer von Tol Ascarnen zu erreichen und dort Stellung zu beziehen. Immer wieder gab es einzelne Scharmützel zwischen Orks, die sich aus der Festung heraustrauten und den Flanken des Schlachtzuges.
In der Zwischenzeit südlich von Tol Ascarnen. Ein kleines Lagerfeuer brennt fast unsichtbar zwischen Trollhohen Felsen. Um das Lagerfeuer herum sitzen 3 Menschen und ein Hobbit. Hinzu kommt ein Mensch, der wild gestikulierend auf die anderen einredet. Unsere Aufgabe als Spähtrupp ist es zu versuchen den Fluss hier zu überqueren und den Feinden im Rücken eine kleine Falle zu stellen. Das ist gefährlich. Sehr sogar. Aber Ihr habt alle gesagt, Ihr seid bereit dazu. Der Hobbit steht auf und schreit die anderen an. „Ihr seid wohl verrückt. Ich opfer mein Leben doch nicht für die Langen. Und was ist dann mit meinem Verdienst? Ich hab hier gut verdient. Nenene. Ich mach da nicht mehr mit. Ich hau ab.
Der Hobbit macht sich auf, das Lager zu verlassen. Doch weit kommt er nicht. Der Mensch packt den kurzen an der Schulter und droht „Wenn Du das wagst, dann stech ich Dich ab. Hast Du keine Ehre im Leib?“ Fast verzweifelt wendet er sich an die anderen, den Hobbit immer noch fest im Griff. „Was ist mit Euch anderen? Seht Ihr das genauso? Keine Ehre im Leib? Wollt Ihr den Auftrag nicht erfüllen, den man Euch gab?“ Von den anderen ist nicht viel zu hören. Leichtes Gemurmel, Zustimmung für den Hobbit. Argumente wie unser Gold… andere können auch mal… viel zu gefährlich… sind herauszuhören.
Shejian schüttelt den Kopf und schleudert den Hobbit in Richtung der anderen. Der Hobbit landet knapp neben der Feuerstelle mit der Nase im Dreck. Mit einem Fluch auf den Lippen steht er auf, klopft seine Kleidung sauber und will drohend auf Shejian zuspringen. Er wird aber noch von einem der anderen Söldner zurückgehalten. „Verdammtes Rosenohr. Wenn ich Dich erwische… dann mach ich Dich kalt… Duuuu.. duuu.. „Nun halt doch endlich mal Dein Maul und hör zu. „Wenn ihr alle also der gleichen Meinung seid.. Dann… dann habt Ihr hier nichts verloren. Dann kann ich Euch hier nicht gebrauchen. Macht das Ihr wegkommt. Shejian funkelt die Leute wütend an. Er packt seine Sachen und verlässt die Lagerstätte. „Oder besser noch.. Ich gehe. Ich habe einen Auftrag zu erfüllen. Und den werde ich erfüllen, auch wenn ich dabei draufgehe. Aber denkt ja nicht, dass Ihr den Lohn für diesen Auftrag erhaltet. Der steht nur mir zu. Ich kassiere beim General auch Euren Anteil. Natürlich werde ich Eure Feigheit in Klein Vräig auch verbreiten.“ Dem Murren und Gemecker hört Shejian gar nicht mehr weiter zu. Er verlässt das Lager in Richtung Flussufer. Bereits wenige Sekunden später ist Shejian nicht mehr zu sehen. Der Rest des Spähtrupps bleibt unschlüssig an der Feuerstelle zurück.
Der Gefährte Sonnenwinds jedoch erreicht ungesehen das andere Ufer des Weissquells. Vorsichtig schlägt er einen Bogen um die Festung um die Aufgabe zu erfüllen. Viel kann er nicht ausrichten. Das weiss er. Aber er kann versuchen ein wenig Verwirrung zu stiften um ggf. die Aufmerksamkeit des Feindes von Tol Ascarnen auf sich zu ziehen. Während einer kurzen Pause schmiedet Shejian einen Plan um wenigstens ein Teilziel zu erreichen. Tatsächlich kommt ihm eine Idee in den Sinn, die es ihm ermöglicht sogar lebend aus der Sache heraus zu kommen. Sofort nach Beendigung der Pause macht sich der Schurke an die Umsetzung seines Planes.
Hierzu benötigt er nur ein oder zwei kleine Feuer.. und etwas frisches Fleisch….
2 be continued
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Schimmi Falkenblut
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ooc: Aaargh.. hab gerade ne Schreibblockade.. weiss nicht, wie ich weiter machen soll. Deshalb dauert es noch was...
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… noch bevor Shejian dazu kommt, seinen Plan in die Tat umzusetzen stürmen zwei Orks an Shejian vorbei in Richtung Tol Ascarnen. Der Angriff war wohl bereits losgegangen. Auf jeden Fall aber wurden die Feinde alarmiert. Shejian verflucht den Rest seiner Gruppe. Durch die Diskussionen war zuviel Zeit verlorengegangen und nun zu gefährlich für eine Falle. Es würde nicht lange dauern bis eine größere Streitmacht zur Verteidiung anrückt.
Seinen Plan vergessend begibt sich Shejian zurück in Richtung Tol Ascarnen um dort den Angriff zu unterstützen. Ohne Zwischenfälle erreicht er das Ufer wo der Angriff stattfinden sollte. Und tatsächlich hat er bereits begonnen. Ein paar Verteidiger halten die Festung standhaft vor den Freien Völkern. Jedoch gewinnt die Angriffstruppe langsam an Oberhand.
Shejian versucht zu den Offizieren durchzudringen um das Scheitern seines Auftrages zu melden und die Warnung vor der Verstärkung mitzuteilen. Als er die schlechten Nachrichten überbringt sind die Offiziere natürlich verärgert. Vom Leutnant werden Shejian Vorhaltungen gemacht, er hätte seine Truppe besser zusammenhalten sollen. Es entfacht ein kurzer Disput zwischen den beiden. Schliesslich reicht es dem Kommandeur und er fährt die beiden an. „Die Sache ist ärgerlich. Aber Shejian kann nichts dafür. Das kommt davon, wenn man sich auf Söldner verlässt, die keine Ehre im Leib haben. Darüber wird zu reden sein, wenn wir zurück in Glain Vraig sind. Mit diesen Worten deutet er an, dass das Thema beendet ist. „Shejian, du schliesst Dich uns an und unterstützt uns hier. Wenn Deine Vermutung eintrifft.. Dann können wir hier jeden Mann brauchen. Ich werde einen Reiter nach Glain Vraig schicken und um Verstärkung bitten. Wir müssen die Festung erobern. Unbedingt. Shejian und der Leutnant salutieren und verlassen den Hauptmann.
Die Schlacht um die Festung ist schnell beendet. Nachdem der Reiter in Glain Vraig die Verstärkung gerufen hat und diese bei Tol Ascarnen eingetroffen ist, lässt die Gegenwehr des Angmar-Gesindels nach. Als die Verstärkung für die Orks eintrifft, ist die Festung erobert und die Freien Völker sind bereits vorbereitet. Nachdem der Angriff abgewehrt ist, begibt sich Shejian wieder zurück nach Glain Vraig.
In Glain Vraig angekommen begibt sich Shejian zu General-Hauptmann Tortür und bittet diesen um ein Gespräch. „Was gibt es, Shejian?“ „Ich möchte um Freistellung bitten. Ich will zurück. Ich muss nach Bree zur Gemeinschaft Sonnenwind. Dort herrscht wenigstens noch Gemeinschaft und Zusammenhalt. Meistens zumindest. Aber hier… Hier ist auf niemanden Verlass.“ Der General nickt kurz. Vom Hauptmann wurden ihm die Ereignisse bereits mitgeteilt. „Hmm.. Das ist schade. Ich verliere ungern gute Leute. Aber ich kann Dich verstehen. Ich hoffe Du kommst zurück.“ „Ich glaube ich komme irgendwann wieder. Aber ich kann es nicht versprechen. Ich muss erst ein paar Dinge regeln.“ „Dann will ich Dich nicht aufhalten. Viel Glück.“ Mit einem kräftigen Händedruck verabschiedet sich der General von Shejian. Bereits eine Stunde später hat der Schurke sein Gepäck in und an den Satteltaschen verstaut und ist auf dem Weg ins Breeland.
Seine Gedanken schweifen über das Erlebte. Er hat in den vergangenen viel verdient, viel gelernt. In den Ettenöden ist es anders, anders als im Rest. Vielleicht noch vergleichbar mit Angmar. Zumindest von der Boshaftigkeit der Feinde. Aber hier in den Ettenöden ist alles trügerisch. Die Gegend ist schön, man möchte hier leben. Aber der Tot lauert überall…
Jetzt will Shejian zurück. Einfach nur zurück zu seinen Kameraden von Sonnenwind. Zurück zu Leyny, Farol, Venarias und den anderen. Auch zurück zu Jardis. Zu Jardis? Will er wirklich zurück zu ihr? Was wird sie sagen? Wird sie noch seine Geliebte sein? Shejian schüttelt den Kopf. Es gibt wohl keine Zukunft für die beiden. Werden die beiden jemals Freunde sein können? In den letzten Tagen und Wochen musste Shejian immer seltener daran denken, aber jetzt… je näher die Heimat kommt… jetzt kommen diese Gedanken wieder.
Spät am Abend des übernächsten Tages erreicht Shejian die Siedlung Ramswall. Sein Pferd und sein Gepäck lässt er bei Schimmi zurück, als er sich zum Sippenhaus begibt.
Dort angekommen trifft er auf einige Mitglieder der Gemeinschaft…
ooc:
sooo.... hier beginnen nun die Ereignisse beim grossen Sippentreffen... sollen die noch irgendwo aufgeschrieben werden? oder einfach weiter jetzt im anderen Thread?
sollen wir demnächst ein Buch schreiben mit den ganzen Ereignissen??? Wird ja langsam Ellenlang
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